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Kein Abriss der Bruchbude – Kommentar: Der falsche Weg

Der nächste Schlag für den Einzelhandel, der nächste Schlag ins Gesicht der Bürger unserer Stadt, der nächste Anschlag auf die kommunale Selbstverwaltung und das Entscheidungsrecht des Rates und seiner Ausschüsse!

Auch hier gibt es jahrzehntealte Ratsbeschlüsse, dass das Haus abgerissen wird und dort Parkplätze entstehen – ursprünglich sogar eine Parkpalette, die von der Berliner Straße bis zur Oberen Remscheider Straße reichen sollte. Die hat man damals nicht aus Lust und Laune geplant, sondern weil der Einzelhandel in der unteren Innenstadt nun einmal Parkplätze braucht.

Der Vorschlag der Kollegen des BüFo aus dem letzten Jahr, das Geld aus der Stellplatzrücklage für den Bau der dringend benötigten Parkplätze in Form einer Parkpalette an der Katt zu verwenden, wurde vom Bürgermeister beiseite gewischt: das vom Bürger real eingezahlte Geld sei in Wirklichkeit nur virtuell vorhanden und stehe damit für den Bau von Parkplätzen nicht zur Verfügung… Unfassbar!

Und jetzt werden auch die paar Parkplätze an der Taubengasse nicht umgesetzt?! Und wahrscheinlich nach Abschluss der Bauarbeiten des Neubaus die provisorischen Parkplätze am Weihnachtsbau auch wieder zurückgenommen?! Wahrscheinlich mit dem Hinweis, dass Wermelskirchen ansonsten 100 Millionen Fördermittel für den Innstadtumbau zurückzahlen muss…

Es ist unerträglich, was in dieser Stadt mittlerweile abgeht: mit allen möglichen fadenscheinigen Begründungen wird die Bevölkerung an der Nase herumgeführt. Gleich welche Mehrheiten sich für oder gegen Themen im Rat bilden, sie werden von der Verwaltung schlichtweg ignoriert oder mit Hinweisen auf Zuständigkeit, Rückzahlung von Fördergeldern, städtische Finanzsituation etc. ausgehebelt.

Alle Fraktionen des Rates sind aufgerufen, sich zusammen zu setzen und zu überlegen, wie lange man sich das noch gefallen lassen will!

Ein gemeinsamer Antrag, der die Verwaltung per Beschluss bindet, das Haus abzureißen und Parkplätze anzulegen, ist für die nächste Sitzung des StUV und Rat angesagt! Mal schauen, ob der Bürgermeister dann wieder einen Zettel hervorzaubert, auf dem steht, dass der Rat nichts zu sagen hat…

In der Telegrafenstraße laufen schon städtische Mitarbeiter herum, um dem Einzelhandel zu verklickern, dass der Lieferverkehr – man höre genau hin: der Lieferverkehr – eingeschränkt wird: nur für Lieferwagen unter 3,5t soll die Telegrafenstraße frei sein, Lieferwagen mit einem Gewicht darüber sollen nur zu bestimmten Zeiten einfahren dürfen und die linke Seite soll absolutes Halteverbot haben, damit die Radfahrer dort gegenläufig fahren können…

Sollen die doch direkt die Lieferungen mit übernehmen, weil, geht es in Wermelskirchen so weiter, brauchen die Geschäfte ohnehin nicht mehr viele Lieferungen…

Schade, dass interessierte Kreise in der Taubengasse keine Fahrradstation fordern. Für die wäre bestimmt Geld da und das Haus wäre schon abgerissen…

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