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Förderverein kämpft weiter fürs Freibad – die WNK UWG auch…

BüFo hat im Rat nur 10 von 62 Stimmen, und das ist auch gut so.
So konnte in der jüngsten Ratssitzung von der großen Mehrheit nahezu aller anderen politischen Kräfte gemeinsam verhindert werden, dass dem Wirtschaftsplan der Kattwinkel’schen Fabrik, dem Leuchtturm in der Jugend- und Kulturarbeit unserer Stadt, für 2012 die Zustimmung verweigert wurde und damit auch die Katt in eine ungewisse Zukunft gegangen wäre.

Die WNK UWG hat stets deutlich gemacht, dass ein genehmigungsfähiger Haushalt der Stadt für sie nicht das Maß aller Dinge ist und sie Sparorgien um jeden Preis nicht „mitfeiern“ wird.
Für die WNK UWG gehören zu einer Stadt der Größe Wermelskirchens ein Hallenbad, ein Freibad, die Katt, die Musikschule, die Stadtbücherei, eine funktionierende Wirtschaftsförderung sowie Stadtmarketing inklusive einer attraktiven Weihnachtsbeleuchtung, Sauberkeit und Ordnung, gepflegte Grünflächen einfach dazu, Punkt! Andere Städte unserer Größenordnung haben dies auch und teilweise sogar noch Klassen besser, obwohl sie seit Jahren in Nothaushalten wirtschaften. Aus diesen Städten sind bislang keine Verwerfungen, wie sie sich derzeit in Wermelskirchen abzeichnen, bekannt.
Sich kaputt zu sparen, um nur noch auf die rauchenden Infrastrukturruinen der „1-Euro-Stadt“ Wermelskirchen zu blicken, ist mit der WNK UWG nicht machbar.

Spätestens in 2013 wird die Stadt Mittel in nicht unbeträchtlicher Höhe für ein anderes wichtiges Thema zur Verfügung stellen müssen: die Schullandschaft in Wermelskirchen wird sich verändern, voraussichtlich wird eine neue Schulform an den Start gehen. Um im Wettbewerb mit Gymnasium und Schulen der Nachbarstädte bestehen zu können, wird diese Schule ein Optimum an personeller, räumlicher und sächlicher Ausstattung benötigen. Das kostet Geld!
Auch dies wird die WNK UWG massiv unterstützen und die erforderlichen Anträge dazu stellen, um allen Beteiligten (Schüler, Lehrer und Eltern) optimale Bildungschancen zu geben. Eine „Sparschule“ wird es mit der WNK UWG nicht geben.

Es ist gutes Recht des BüFo, nackten Zahlen Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen einzuräumen. Wohin dies letztendlich führt, haben Banken-, Finanz- und Eurokrise gezeigt.
Die WNK UWG räumt hingegen in ihrem politischen Handeln den Menschen den Vorrang ein.

Mag BüFo für sich beschließen, u.a. das Freibad in Dabringhausen zu schließen, ist dies sein gutes Recht.
Es ist aber ebenso das Recht anderer Gruppierungen, eine andere, das Freibad erhaltende Meinung zu haben, für diese zu werben und auch Aktionen hierzu vorzuschlagen und zu unterstützen.
Leute, die dies als fragwürdig, unredlich und populistisch bezeichnen, wollen so nur von der eigenen Einfallslosigkeit oder Zahlengläubigkeit ablenken.

Dinge in dieser Stadt laufen nicht nur nach der Mütze eines Herrn Burghoff, auch wenn er das gerne so hätte, sondern basieren auf Mehrheiten und Beschlüssen des Rates und seiner Ausschüsse. Und die haben nun mal bislang weder zum Freibad Dabringhausen noch zum „Minimalbetrieb“, was immer das laut Herrn Burghoff auch sein mag, des Hallenbades Beschlüsse gefasst, werden aber sicherlich die Aktionen des Fördervereins nicht ignorieren können.

Dass Wermelskirchen unbestritten finanzielle Probleme wie nahezu alle Kommunen in NRW hat, ist nicht auf ein Versagen von Bürgermeister, Kämmerer, Verwaltung oder Politik zurückzuführen.
Zudem ist es unredlich, die Bürger dieser Stadt für die schlechte finanzielle Situation in die Haftung zu nehmen und zu belasten!
Nahezu alle Kommunen in NRW sind pleite, nicht weil sie alle über ihre Verhältnisse gelebt haben, sondern weil immer mehr von Land, Bund und Europa übertragene Aufgaben von ihnen erledigt werden müssen, die Kosten dafür aber vom Verursacher in Düsseldorf, Berlin oder Brüssel nicht getragen werden. Deshalb gibt es in nahezu allen Kommunen strukturelle Defizite, nicht weil über die Verhältnisse gelebt wurde!
Die aktuellen Berechnungsgrundlagen des Landes, wieviel Geld eine Kommune braucht, um die gesetzlich geforderten Dinge überhaupt erledigen zu können, sind das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt sind. Diese Berechnungen gestehen den Kommunen nicht einmal den Status überlebensfähiger „Hartz-IV-Empfänger“ zu.
Insofern ist das permanente Herunterbeten des BüFo in Wermelskirchen, wir alle hätten über unsere Verhältnisse gelebt, müssten den Gürtel jetzt enger schnallen, an die Belastungen der kommenden Generationen denken, und einen Haushalt 2012 des Blutes, Schweißes und der Tränen beschließen, ein merkwürdiges Alleinstellungsmerkmal.
Zu guter letzt haben wir dann 2018 einen ausgeglichen Haushalt, kein Freibad, kein Hallenbad, keine Katt, keine Musikschule, keine Bücherei mehr, die Schüler werden in den Nachbarstädte beschult, wir blicken auf die besagten Trümmer unserer Infrastruktur und gesellschaftlichen Strukturen in einer verlotterten Stadt, zahlen aber als dann wieder abundante Kommune Städten wie Oberhausen oder Remscheid noch Transferleistungen für deren dann immer noch existierende Infrastruktur wie zum Beispiel Bäder und Kunstrasenplätze im Zuge des Stärkungspaktes für die Kommunen …
Herzlichen Glückwunsch, mit Willen der WNK UWG das aber sicher nicht!

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